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Regionale Jugendreise nach Barcelona

Tagebuchnotizen Jugendreise Barcelona, Pastoralraum Region Aarau
Samstag, 1. Oktober 2011, 03.35 Uhr

Da schauen uns 40 müde aber erwartungsvolle Augen an. Alle sind pünktlich zu den beiden Treffpunkten eingetroffen. Dann heisst es Abschied nehmen, die eine oder andere Träne wird noch kurz vergossen, dann geht's los, nach Basel, einchecken, und schon fliegen wir in den dunkeln Nachthimmel los nach Barcelona. Langsam sehen wir den Sonnenaufgang und kurz nach der Landung begrüsst uns die Sonne mit ihren ersten Strahlen.

 

Per Bahn und Metro geht's Richtung Hotel, dann zu Fuss weiter. Erste Stimmen warum das Hotel so weit weg ist werden laut, ob es nicht eine zentralere gegeben hätte, und dann, alle Augen leuchten auf, meinen sich zu täuschen, denn das Hotel liegt keine 50 Meter vom Strand entfernt. Plötzlich sind die Schritte etwas wert, alle sind begeistert. Zimmerbezug, einkaufen gleich um die Ecke und schon geht's los mit den berühmten offenen Reisebussen. So bekommen wir die volle Ladung Sehenswürdigkeiten als ganz normale Touristen ab. Je länger die Fahrt dauert, um so weniger werden Fotos geschossen. Im Buscabriolet begleitet uns die Sonne den ganzen Nachmittag. Langsam wird es Abend und kühler. Auf der grössten Einkaufs und Vergnügungsmeile suchen wir das optimalste Restaurtant und lassen uns verwöhnen. Die Meinungen gehen da von sehr fein bis zähe Schuhsohle auseinander, auch solche Erfahrungen gehören zu einer Jugendreise.

Langsam schlendern wir zum Hotel zurück, wer etwas älter ist darf noch länger die wunderbare Stimmung im Hafenquartier geniessen. Es ist irgendein Quartierfest im Gange, Umzug und laute Musik, am Quai Marktstände und Lunapark. Was wollen wir noch mehr?

Ja, einige wollen noch mehr und kühlen sich in der noch jungen Nacht im angenehm warmen Meer noch ab, ein tolles Erlebnis. Nach einigen klärenden Worten und Spässen wird es im Männerzimmer recht schnell ruhig, ein erster Tag geht zu Ende.

 

Tagebuchnotizen Jugendreise Barcelona, Pastoralraum Region Aarau
Sonntag, 2. Oktober 2011

Auch heute Morgen schauen uns wieder einige müde Augen entgegen, es ist 08.00 Uhr und Zeit fürs Morgenessen. Nicht alle sind um diese Zeit schon fit, aber es gilt die Zeit in Barcelona zu nutzen und nicht zu verschlafen.

Theresia und Markus sind froh, der Gruppe viele gute Rückmeldungen zum ersten Tag geben zu können, nur etwas mehr Mitdenken ist gefragt.

Der zweite Morgen steht ganz im Zeichen von Katalonien. Wir besuchen in der ältesten Kirche von Barcelona einen Gottesdienst in katalonischer Sprache, wir verstehen zwar nichts, aber der Ritus ist genau der gleiche wie bei uns und so können wir uns gut zu Recht finden. Kaum ist der Gottesdienst vorbei erwarten uns traditionelle Katalonische Tänze vor der Kirche. Der Sardas ist ein alter Volkstanz und wird von genau so alten Katalanen gepflegt.

Über die von gestern bereits bekannte Rambala geht's zum Mittagessen und da geniessen die meisten aus Sicherheitsgründen eine Pizza. In mehrerer Gruppen kehren die Jugendlichen im Verlaufe des Nachmittags mit ersten Einkaufstrophäen zum Hotel zurück.

Der Strand ruft die einen zum Entspannen und natürlich schwimmen. Die Wellen die immer etwas grösser werden machen unglaublich Spass und fordern auch heraus. Viele merkten den salzigen Geschmack des Meerwassers, nicht nur freiwillig.

Die anderen erkunden mit Theresia den Montjunk, den Berg in Barcelona, der Seilbahn mit Palmen kombiniert und einen fantastischen Ausblick auf die ganze Stadt gewährt.

Toll, dass wir den 20 Jugendlichen nach dem ersten Tag so vertrauen können, dass sie sich in kleinen Gruppen selber organisieren und fürs Nachtessen einkaufen oder eine andere Möglichkeit suchen, da reizen halt immer wieder die Standartanbieter, da weiss man was man hat, niemand kann es ihnen verwehren.

Gegen Abend zieht ein heftiger Wind auf, was die Pläne für ein erneutes nächtliches Bad wanken lässt.

Tagebuchnotizen Jugendreise Barcelona, Pastoralraum Region Aarau
Montag, 3. Oktober 2011

Morgenessen in Barcelona heisst für uns: Zwieback, Madeleins, süsse Guetzli, Müesli und Früchte, wir gewöhnen uns daran und vor allem Markus sehnt sich bereits auf ein gutes Schweizer Brot. Nach einer kurzen Besprechung teilen wir uns in zwei Gruppen auf.

Die meisten besuchen mit Theresia die heiligen Stätten des FC Barcelona, das Camp Nou. Dank der Vorreservation gibt es keine lange Warterei und die Führung begeistert alle Fussball Fans. Natürlich wird anschliessend der Fanshop geplündert. Für sich selbst und Kollegen werden da Träume wahr gemacht.

Der kleinere Teil besucht mit Markus den berühmten Parc Güel. Wir sind sehr froh, dass es Rolltreppen hat, die uns den Aufstieg erleichtern. Im Park ist es Wortwörtlich staub Trocken und wir bekommen am Morgen um 10.00 Uhr eine Ahnung, wie heiss es erst im Sommer sein kann. Der Park bietet einen abwechslungsreichen Spaziergang durch die mediterrane Pflanzenwelt und zur Abwechslung sind da dann die Kunstwerke von Gaudi, welche uns sehr gefallen. Wir werden Zeugen eines scheinbar alltäglichen Rituales, Polizisten tauche an bestimmten Plätzen auf, und plötzlich springen 50 Männer mit ihren Suovenir davon, verstecken sich hinter Bäumen um nach einiger Zeit an anderer Stelle ihren Geschäften nach zu gehen. Tja, in Katalanien gibt es zwar keinen Stierkampf mehr, aber die Polizei hat mit diesem Katz und Maus Spiel für passenden Ersatz gesorgt, uns hats jedenfalls gefallen.

Nach einem feinen Nachtessen geniessen wir eine kurze Flamencoshow im Herzen der Rambla. Auf unterschiedlichen Wegen schlendern wir zum Hotel zurück und geniessen den letzen Abend am Strand, da kommt schon ein bisschen Wehmut auf.

Tagebuchnotizen Jugendreise Barcelona, Pastoralraum Region Aarau
Dienstag, 4. Oktober 2011

Diesen Morgen mussten alle bereits um 07.30 Uhr aufstehen. Die ganze Gruppe setzte sich an den Strand und genoss den Sonnenaufgang. Innerhalb von 2 Minuten steigt die Sonne Blutrot aus dem Meer auf, ein toller Einstieg in unseren letzten Tag in Barcelona.

Wir sind froh, dass wir keine Reklamationen hatten und unsere Zimmerabgabe in Ordnung war. Wir deponieren also unser Gepäck im Hotel und machen uns auf den Weg zur Sagrada Familia, dem imposanten Werk von Gaudi. Theresia lotst uns wie immer geschickt durch die Stadt, nur die Busverbindungen sind halt nicht so zuverlässig wie bei uns. Wir bestaunen die riesige Kathedrale von aussen, entdecken sogar Schnecken und Krokodile die der geniale Gaudi zum Schmuck dieser Kirche gestaltet hat. Leider ist die Zeit zu kurz um zwei Stunden in der Warteschlange zu stehen um die Kirche von innen zu sehen. Zum Glück gibt es viele Verpflegungsmöglichkeiten rund herum und wir geniessen nochmals die spanische Küche.

Am Nachmittag werden die allerletzten Einkäufe getätigt, es gibt ja so viel schönes was auch noch zu haben wäre, zum Glück sind die Koffer schon bis in die letzten Ecken gefüllt, was das Portemonnaie freut. Einige besuchen noch das Meeresmuseum. Imposant, wie uns die Haifische direkt vor der Nase herum schwimmen.

Müde und voller Eindrücke machen wir uns auf den letzten Weg in Barcelona, der uns zurück zum Flughafen bringt. Nach einem kurzen Flug landen wir pünktlich in Basel und nachdem wir im Zug eingestiegen sind, können Theresia und Markus endlich aufatmen, alles läuft wie geplant.

Um 01.00 Uhr dürfen wir den Eltern Jugendliche mit kleinen aber glücklichen Augen übergeben. Barcelona, du hast uns allen sehr gefallen, dich besuchen wir wieder einmal.

 

 

 

Kommentare   

 
#1 Jojo Murer 2011-10-07 14:53

Falls Du Interesse hast, auch an einer Regionalen Jugendreise teilzunehmen, melde doch frühzeitig Dein Interesse an, wir schicken Dir dann so bald als möglich Infos.

 

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