Das Sakrament der Firmung
Die Firmung als eines der sieben Sakramente ist für uns das Zeichen der persönlichen bewussten Entscheidung zum Christ-Sein. Sie wird daher frühestens mit 18 Jahren gespendet. Voraus geht eine Phase des Tatbeweises und der Vorbereitung.
1. Die Firmung ist für uns das Sakrament des persönlichen Einstiegs in einen gelebten erwachsenen Glauben. Was die Eltern in einer Vorwegnahme bei der Taufe des Kindes entschieden haben, soll der junge Erwachsene selber bestätigen können. Daher erfolgt bei uns die Firmung frühestens mit 18 Jahren (d.h. im Kalenderjahr, in dem der Jugendliche 18 wird.) Wenn wir von 18 + (18 Plus) sprechen, dann meinen wir, dass die Firmung in einem späteren Alter immer möglich ist, man sich aber selbst darum bemühen muss.
2. Für die Firmung erwarten wir auch einen persönlichen Tatbeweis. Mit dem Einsatz von mindestens 50 Stunden (ohne die spezielle Firmvorbereitung) erachten wir es als nachgewiesen, dass es dem Jugendlichen mit dem Leben seines christlichen Glaubens wirklich ernst ist. Der Tatbeweis ist eine Zeit der Präsenz in der Pfarrei (oder auch in den Missionen), zum Zeigen, dass die Firmung einen persönlichen Einsatz wert ist.
3. Wer will, kann diesen Tatbeweis schon während der Schulzeit im Rahmen des Entdeckungswegs erbringen (durch den Besuch des Religionsunterrichtes und der Wahlangebote). Natürlich hoffen wir, dass man auf dem Entdeckungsweg Angebote und Einsätze entdeckt, die der Jugendliche gerne über die geforderte Stundenzahl hinaus besucht und sogar mitträgt.
Der eigentliche Firmkurs dauert dann noch ca. 35 Stunden und ist meist über ein halbes Jahr verteilt. Er geschieht in der Regel mit allen zu Firmenden.
4. In der Regel für den Tatbeweis nicht angerechnet werden: „Absitzen“ von Gottesdiensten (Wir möchten nicht, dass sich jemand die Firmung mit Gottesdienstbesuch verdienen muss), spezielle Reiseangebote (auf Reisen nehmen wir nur sonst motivierte Leute mit). Die Mithilfe bei Gottesdiensten und an den Abendgebeten kann angerechnet werden.
5. Der persönliche Einsatz bei den Ministranten, in einem Kirchen- oder Gospelchor, in der Leitung der Jungschar oder in sonst einer kirchlich unterstützten Jugendgruppe wird nach Absprache für den Tatbeweis angerechnet (mit maximal 5 Stunden). Die für den Tatbeweis anzurechnende Stundenzahl der persönlichen Einsätze darf jedoch die der besuchten gemeinsamen Angebote in der Pfarrei nicht übersteigen. Es macht keinen Sinn, sich in einer Pfarrei firmen zu lassen, die man nicht kennenlernen oder mittragen will!
6. Bei Wegzug von Entfelden bestätigen wir für jeweils 15 Stunden Entdeckungsweg ein Jahr Oberstufenunterricht. Bei Zuzug nach Entfelden werden pro Jahr anderswo besuchten kirchlichen Oberstufenunterrichts 15 Stunden an den Entdeckungsweg angerechnet. Ebenso rechnen wir den Religionsunterricht der verschiedenen Missionen an. Dies gilt auch für auswärtige Firmungen.
7. Schon früher gefirmte Jugendliche sind für den Entdeckungsweg erst recht eingeladen oder werden eigentlich sogar erwartet: Denn es macht keinen Sinn, mit der Firmung den eigenen Glaubensweg zu beenden.
8. Wir möchten mit der Firmung die jungen Menschen nicht einfach als \"erledigt\" abhaken.
9. Als Mitglied des Pastoralraums Region Aarau halten wir uns an
Erweiterung:
Mit der Errichtung des Pastoralraums gibt es Änderungen, an die wir uns anpassen müssen
November 2012 Firmung (Jugendliche Kalenderjahrgang 1994 und älter) in Schöftland zusammen mit der Pfarrei Schöftland
Sommer 2013 Firmung (Jugendliche Kalenderjahrgang 1995 und älter)

